Alzheimer und die TPS Therapie

Was ist Alzheimer?​

Alzheimer ist eine langsam fortschreitende Hirnerkrankung und zählt zu den sog. degenerativen Erkrankungen des Gehirns. Mit etwa zwei Drittel aller Fälle stellt Alzheimer die häufigste Demenzform dar. Im Rahmen der Erkrankung kommt es schrittweise zu einem Abbau und Verlust von Nervenzellen. Das Gehirn schrumpft allmählich zusammen und auch die Übertragungswege werde in ihrer Integrität gestört. Betroffene leiden daher unter Gedächtnisverlust und es fällt ihnen zunehmend schwerer, Informationen zu verarbeiten, sich zu orientieren sowie alltägliche Aufgaben zu erledigen. Meistens zeigen Alzheimer-Patienten in späteren Stadien auch Aggression, Depression und einen Verlust der Sprachfähigkeit.

Die genaue Entstehung von Alzheimer ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Nach aktuellem Wissensstand sind schädliche Anhäufungen von Eiweißmolekülen im Gehirn Auslöser der Krankheit. Eines dieser Moleküle ist das Beta-Amyloid, welches sich im Gehirn ablagert und unter normalen Bedingungen abgebaut wird. Bei Alzheimer-Patienten ist dieser Abbaumechanismus gestört, wodurch Beta-Amyloid-Plaques (Anhäufungen) entstehen. Diese Plaques reichern sich dann zwischen den Nervenzellen an und Stören deren Funktion sowie Blut-, Sauerstoff- und Energieversorgung. Ein weiterer Verursacher der Alzheimer-Krankheit ist das Tau-Protein, welches im Zellinneren der Nervenzellen zu finden ist. Bei Alzheimer kommt es zu einer Veränderung der chemischen Struktur von Tau, wodurch dieses sich ebenfalls ablagert und die neuronale Funktion stört.

Diese pathologischen Prozesse finden über mehrere Jahre hinweg statt, bevor sich die ersten Symptome zeigen. Bisher kann Alzheimer nur behandelt, jedoch nicht geheilt werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung nach Diagnose beträgt etwa 8 Jahre. Allerdings kann eine Alzheimer-Erkrankung sehr unterschiedlich verlaufen und es gibt durchaus mildere Verlaufsformen, bei denen die Patienten 10 – 20 Jahre (nach Diagnose) mit ihrer Erkrankung leben.

Die TPS®– Behandlung von Alzheimer-Demenz-Erkrankungen:

Zugelassen, wirksam und sicher.

Bei der Transkranielle Pulsstimulation handelt es sich um eine neu zugelassene Therapie der leichten und mittelschweren Alzheimer-Erkrankung. Die TPS-Therapie kann die kognitiven Fähigkeiten von Alzheimer-Patienten deutlich verbessern und länger aufrechterhalten. Und das völlig nebenwirkungsfrei.

Nach langjähriger Forschung und Entwicklung durch die STORZ MEDICAL AG, Schweiz, erhielt 2018 die Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) mit dem NEUROLITH®-System als erstes und bisher einziges Verfahren seiner Art weltweit die Zulassung für die „Behandlung des Zentralnervensystems von Patienten mit Alzheimer-Erkrankung“.

Mit der TPS® können die Gehirnregionen bis zu 8 cm tief durch die geschlossene Schädeldecke hindurch stimuliert werden. Dabei kommt es u.a. zu einer verbesserten Durchblutung des Gehirns und einem besseren Neurotransmitterstoffwechsel. Durch die äußerst kurze Stimulationsdauer wird die Gefahr einer Gewebserwärmung im Gehirn verhindert. So können die Impulse mit höchster klinischer Effizienz auf die zu behandelnde Region einwirken, ohne dabei Gewebe zu zerstören.

Die Behandlung mittels TPS®

Während der jeweils ca. 30-minütigen Behandlung sitzt der Patient entspannt in einem Behandlungsstuhl und kann sich frei bewegen. Eine Kopfrasur ist nicht erforderlich!

Bisher zeigten sich deutliche Steigerungen im sog. CERAD-Test (einem speziell entwickelten, mehrstufigen Fragebogen zur Bestimmung des Stadiums der Alzheimer-Demenz-Erkrankung) und eine Minderung der Depression (Becks-Depression-Index) bei leichtgradiger bis mittelschwerer Alzheimer Demenz. Mittlerweile wurden mit dem NEUROLITH®-System über 3.000 Behandlungssitzungen durchgeführt.

Ziel der TPS® bei leichtgradiger Alzheimer-Demenz-Erkrankung:

Patienten sollen sich Gesprächsinhalte wieder besser einprägen oder abgelegte Gegenstände leichter wiederfinden können. Außerdem sollen die Orientierungs- sowie Wortfindungsfähigkeit und das planende sowie organisierende Denken verbessert werden.

Ziel der TPS® bei mittelschwerer Alzheimer-Demenz-Erkrankung:

Hier soll gezielt dem Verlust der Gedächtnisleistung, des Denkvermögens, der Kommunikations- und Orientierungsfähigkeit entgegengewirkt werden, um die selbstständige Lebensführung sowie die Interaktion mit dem Umfeld zu verbessern.

TPS in der Praxis

In unserer Praxisklinik Dr. Baltin bieten wir diese zukunftsweisende Behandlung ambulant an. Ein Behandlungszyklus besteht aus sechs Einheiten, die innerhalb von zwei Wochen durchgeführt werden. Weitere sechs bis neun Therapie-Einheiten werden während der kommenden 12 Monate empfohlen bzw. individuell strukturiert fortgesetzt.

Die TPS kann jedoch auch zur Behandlung anderer neurologischer Krankheitsbilder eingesetzt werden. Nach neuesten Behandlungserfolgen sind nun beispielsweise Parkinson, Schlaganfall und Rückenmarksverletzungen ein Schwerpunkt der weiteren klinischen Forschung und Entwicklung mit der Transkraniellen Pulsstimulation“ (TPS®).

 Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere Informationen zu TPS®? Dann schreiben Sie uns gerne oder rufen Sie uns an.

Erfahrungsberichte

Patient, 59 Jahre, seit 6 Jahren dement, aufgetreten nach Vollnarkose, vergeßlich, Wortfindungsstörungen.

Nach der 4. Behandlung fühlt er sich frischer, lockerer, fühlt sich wie in die Realität zurückgekehrt, erzählt wieder mehr.

Lt. der Schwester ist der Zustand wesentlich besser geworden, Wortfindung besser.

Patient, 51 Jahre, 2020 Diagnose Parkinson, Fußverkrampfung linker Fuß, familiäre Parkinson-Belastung, bei Streß ist das Gangbild nicht so gut.

Nach TPS-Behandlung fühlt sich Patient freier, nicht mehr so depressiv, gesprächiger, lustiger.

Im QEEG-Vergleich gute Ergebnisse nach TPS, deutliche Aktivierung des Gehirns, Rückgang der Depression.